Sonntag, 31. Januar 2016

Martina Gercke im Interview


Magst du Dich mal kurz vorstellen? 
Mein Name ist Martina Gercke. Ich bin selbständige Autorin und veröffentliche seit 2011 meine Bücher bei Amazon. Ich lebe mit meinem Mann und meinen zwei Kindern in Hamburg. Neben dem Schreiben arbeite ich als Langstrecken Purser bei einer großen deutschen Fluggesellschaft. 


Wie ist es dazu gekommen das Du mit dem Schreiben angefangen hast?
Wie so vieles in meinem Leben bin ich durch Zufall zum Schreiben gekommen. Irgendwann war die Idee da ein Buch zu schreiben und da ich ein Mensch der Tat bin, habe ich mich hingesetzt und geschrieben. Mein Mann zeigte mir dann einen Artikel über Selfpublishing bei Amazon und so wurde mein erstes Buch aus der Taufe gehoben. Niemals hätte ich damals damit gerechnet, dass das Schreiben einmal einen solchen Stellenwert in meinem Leben einnehmen würde. 


Hast Du – außer Schreiben - noch eine andere Leidenschaft?
Ich bin eine begeisterte Sportlerin. Ein Leben ohne Sport kann ich mir nicht vorstellen. Ich bin in dieser Hinsicht, wie ein Hamster im Hamsterrad. Beim Sport bekomme ich den Kopf frei und baue den Stress ab. Zur Zeit sind Tae Boe, Spinning, Yoga und allem voran Windsurfen und Segeln meine Leidenschaft.  Ich verbringe in den Ferien jede Minute auf dem Wasser . Ein positiver Nebeneffekt meines Bewegungsdrangs ist, dass ich durch alles essen kann, was mir schmeckt ohne nennenswert zu zunehmen.
 

Haben persönliche Erlebnisse Einfluss auf Deine Romane?
Eher nein. Es sind mehr die Dinge, die ich in meiner Umwelt wahrnehme, die mich inspirieren. Natürlich steckt immer ein gewisser Prozentsatz von mir in jedem Buch. Ich glaube, dass lässt sich gar nicht vermeiden, denn die Gedankengänge der Protagonisten werden ja durch mich beeinflusst.
 

Hast Du Rituale beim Schreiben?
Ach, eine Tasse Kaffee gehört bei mir immer dazu (ich bin eine schreckliche Kaffeetante!) und Schokolade. Wenn ich schreibe lutsche ich die ganze Zeit etwas Süßes. Ansonsten bin ich völlig unkompliziert und schreibe wo ich gerade kann.
 

Wenn Du eine Traurige, Witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Manchmal ist es geradezu lächerlich, wenn man meine Mimik beim schreiben beobachten würde. Entweder ich grinse leicht dümmlich vor mich hin oder ich kämpfe mit den Tränen. Ich tauche immer völlig in meine Geschichten ein, rieche, fühle und schmecke wie meine Hauptfiguren und sehe die Welt mit ihren Augen. Ich könnte anders gar nicht schreiben.
 

Wenn Du einen neuen Charakter entstehen lässt, orientierst du Dich dann an Personen in deinem Umfeld?
Ein wenig schon, aber nicht direkt. Es sind mehr die Grundzüge der Menschen die mich beeinflussen und wenn jemand einen besonders stark ausgeprägten Charakterzug hat, dann bietet das natürlich eine herrliche Grundlage für eine Figur.  Wobei ich bei dem Aussehen meiner Figuren häufig einen bestimmten Schauspieler/in vor Augen habe.
 

Hast du auch noch andere Namen unter den Du schreibst?
Nein. Manchmal bedauere ich, dass ich mir nicht ein wohlklingendes Pseudonym zugelegt habe. Martina Gercke klingt so normal ...
 

Welcher Ort inspiriert Dich am meisten oder ist es eine Person?
England an sich und New York sind zwei Orte auf der Welt die mich total inspirieren. New York ist ein Hexenkessel mit vielen Kulturen und verschiedenartigen Menschen. Die Stadt ist faszinierend mit ihren Gebäuden und ihrer Geschichte.
Außerdem liebe ich die Landschaft von England mit ihren traumhaften Küsten und den pittoresken alten Städtchen. Wem da keine Geschichten einfallen, ist selber schuld.
 

Was machst Du nach dem du ein Buch fertig geschrieben hast? Stürzt Du dich direkt ins nächste Schreibabenteuer?
Für gewöhnlich mache ich eine bis zwei Wochen Pause dazwischen, bis es wieder mit voller Kraft losgeht.
 

Hast du eine Neues Projekt das du uns schon verraten kannst?
Ja, ich arbeite gerade an einem Jugendbuch und einem Kinderbuch. Beide Bücher sollen nächstes Jahr erscheinen. Parallel darf ich bei zwei Anthologien mitschreiben, die eine davon sind erotische Geschichten, was absolutes Neuland für mich ist! Im Januar geht es mit einem Liebesroman weiter und die Portobello Girls tippeln auch schon in der Schublade. Also, es gibt genug zu tun.
 

Wie wichtig sind Dir Rezensionen? Wie sehr nimmst Du dir Kritik zu Herzen?
Sehr wichtig, denn sie sind das Spiegelbild meiner Arbeit. Ich freue mich immer riesig über tolle Rezensionen und führe kleine Freudentänze auf. Bei kritischen Rezensionen, versuche ich daran zu wachsen und zu lernen, was ich beim nächsten Mal besser machen könnte.
 

-Was bewunderst Du an anderen Autoren? Hast Du ein Vorbild?
Es gibt so viele Autoren, die ich sehr schätze und für ihre tollen Bücher bewundere. Ein echtes Vorbild war für mich immer Cornelia Funke für ihre wunderschöne Sprache und Kai Meyer für seine Sprache und Fantasie. Mein Lieblingsautor ist Markus Zusack mit seiner „Bücherdiebin“. Ich liebe die Geschichte und ihre Umsetzung im Buch.
 

Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?
Die Buchmesse! Wenn ich all die tollen Frauen persönlich kennenlernen darf, die mich das ganze Jahr unterstützen und begleiten.  Das ist unglaublich diese Begeisterung für meine Bücher persönlich miterleben zu dürfen. Davon zehre ich dann das ganze Jahr.
 

In welchem Buch würdest du gerne mal die Hauptrolle spielen? Wer wärst du da?
In meinen Büchern wäre es Tess, die Hauptfigur in meinem neuen Roman „Eine zufällige Liebe“ und Cassie in „Liebe kommt im Schottenrock“.
Tess, weil sie so eine tolle starke Frauenfigur ist, die trotz ihres Schicksals an die Liebe glaubt. Außerdem teile ich ihre Begeisterung fürs Backen.
Cassie, weil ich diese Slapstick Situationen gerne mag in die Cassie ständig stolpert. (Außerdem liebe ich Schottland und wer würde nicht gerne an der Seite von Sam spielen?!)
Wenn ich die Hauptrolle von anderen Büchern spielen dürfte, dann wären es die Figuren der Jane Austen Filme – Emma zum Beispiel  Ich bin eben eine gnadenlose Romantikerin.
 

Was würdest du angehenden Autoren mit auf den Weg geben?
Sich auf dem Weg nicht beirren zu lassen. Deshalb: Schreiben, schreiben, schreiben. Mit jedem Buch lernt man dazu und wird besser. Und natürlich an sich zu glauben. Es wird schwer andere zu überzeugen, wenn man selbst nicht an sich und seine Geschichte glaubt. Die Belohnung für die harte Arbeit sind begeisterte Leser und das ist schöner, als alles was man sich vorstellen kann.

Vielen lieben Dank das Du Dir die Zeit für das Interview genommen hast.
Sehr, sehr gerne. Ich habe mich riesig gefreut hier auf deiner Seite Rede und Antwort zu stehen.

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